29. Juli - 03. August 2018 | Jugend-Wildwasser-Woche in Pfunds

Jedes Jahr findet in der ersten Woche der Sommerferien die Jugend Wildwasserwoche des Bayerischen Kanuverbandes statt. Hier gibt es für alle Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Paddelkenntnisse auf dem Wildwasser zu verbessern. Es wird gezeltet, gepaddelt und einiges für den Gemeinschafts-Spaß geboten.
 
2018 fand die Wildwasserwoche in Pfunds (Österreich) statt, dieses Mal bereichert um drei Mitglieder des FWM: Andi und Jojo, jeweils als Hilfsübungsleiter und Isi als Teilnehmerin.
 
Nach einer abenteuerlichen, nächtlichen Anfahrt im Oldtimerbus, begann die Woche am Samstag mit der Begrüßung und der Einteilung in Gruppen. Aufgeteilt wird man nach eigener Einschätzung in Schulnoten (das gibt man schon bei der Anmeldung an). Direkt im Anschluss folgte eine Probefahrt auf der Hausstrecke des Campingplatzes auf dem Inn. Dieser Abschnitt ist nicht sehr anspruchsvoll, gibt den Übungsleitern aber einen ersten Eindruck von der Gruppe.
 
Sonntag bis Freitag wurden verschiedene Ziele angefahren, hauptsächlich Strecken am Inn, wie die Scuolser Strecke in der Schweiz oder die Imster Schlucht, aber es ging auch einmal fast 2 Stunden zurück nach Deutschland, um die Griesenschlucht auf der Loisach, zu befahren. Dadurch, dass wir meistens Niedrigwasser hatten, wurden die Bäche technisch anspruchsvoll. Etwas mehr Wasser hätte zwar nicht geschadet, dafür war es eine super Gelegenheit die Technik mit viel Ruhe zu verbessern.
 
Mittwoch ist traditionell ein Tag, der zur Erholung dient und nicht zum Kajakfahren genutzt wird. Stattdessen werden mehrere Angebote für andere Aktivitäten geboten, zum Beispiel: Mountain-Biken, Entspannen am campingplatzeigenen See, Wandern oder das beliebte Ziel Area 47, ein Actionfreibad direkt an der Ötz. Dort gibt es ein Blopkissen, Rutschbahnen in allen möglichen Varianten, Sprungturm und Vieles mehr.
 
Zurück am Campingplatz fand nachmittags die alljährliche Gaudi-Rallye statt. Naja, zumindest der erste Teil, da es nach etwa der Hälfte wie aus Kübeln gegossen hat. Der einzige Regen übrigens in dieser Woche. Bestand der Rallye waren verschiedene Stationen, die man mit seiner Gruppe meistern musste. Dabei waren Aufgaben wie Pantomime mit Kajakbegriffen oder während man in einem Kajak steht vom Steg bis zum Floß paddeln, bzw. gezogen werden; mit möglichst vielen Leuten auf einem SUP einen Parcours abfahren oder alle Gruppenmitglieder durch ein „Spinnennetz“ bringen, ohne es dabei zu berühren, wobei jedes Loch nur einmal benutzt werden durfte. Die fehlenden Stationen und die Siegerehrung wurden auf Freitag verschoben.
 
Alles in allem war es mal wieder ein super Lehrgang mit vielen netten Leuten, Spaß am Bach und zum ersten Mal, seitdem ich mitgefahren bin (immerhin das fünfte Mal!), mit (fast) durchgehend Sonnenschein und warmem Wetter.
 

-Isabel Bumiller

Gaudi-Rallye

31. Mai - 03. Juni 2018 | Wildalpen

Unsere diesjährige Wildwassertour an Pfingsten ging nach Wildalpen, ein kleiner Ort in Österreich, direkt an der Salza. Dort verbrachten wir drei wunderschöne Paddeltage bei super Wetter, Sonnenschein und natürlich guter Stimmung. Mit dabei waren Andi und Jojo, damals noch Traineranwärter, unser Nachwuchs Jan und Moritz, Annina, Isi und unsere gute Seele Anett.

Am ersten Tag haben wir mit einer etwas leichteren Strecke angefangen, welche sich im Verlauf in der Schwierigkeit gesteigert hat. Eine große Herausforderung für viele war der letzte Schwall, der direkt beim Campingplatz liegt. Anschließend haben wir zu dritt, Andi, Jojo und Isi, noch eine Runde auf dem nahegelegenen Hinterwildalpenbach gedreht. Dieser besteht aus mehreren Stufen, zwischen 20cm und 2m Höhe und mündet schließlich in die Salza kurz oberhalb von unserem Campingplatz.
 
Tag für Tag haben wir uns in der Schwierigkeit der Strecken gesteigert und auch die Landschaft war einzigartig. Am zweiten Tag beispielsweise sind wir durch eine beeindruckende Konglomeratschlucht gefahren. Am Abend am Lagerfeuer gab es dann Geologie-Unterricht bei Andi, jetzt weiß (oder wusste zumindest) jeder von uns, wie dieses Gestein aufgebaut ist.
 
Lagerfeuer ist ein gutes Stichwort: Jeden Abend haben wir den Tag gemütlich am Ufer der Salza ausklingen lassen, über den vergangenen Tag und die Planung für den nächsten geredet und Stockbrot gegessen. Vielen Dank an der Stelle an Anett, die sich darum gekümmert hat.
 
Dadurch, dass es kaum geregnet hat, hatten wir leider keine große Auswahl an Bächen, aber die drei Tage auf verschiedenen Abschnitten der Salza und jeweils, für einen Teil von uns, dem Hinterwildalpenbach, waren trotzdem sehr schön. Auf jeden Fall hat es mir, und ich denke jedem anderen auch, wieder sehr viel Spaß gemacht.
 
- Isabel Bumiller
 
 
Stockbrot am Lagerfeuer: Anett, Moritz, Jojo, Annina, Andi, Isi (von links)

02. Juni 2018 | 29. Weser-Tidenralley


Zu diesem besonderen Event des Landes-Kanu-Verband Bremen e.V. reisten Hubert, Jochen, Michael und Peter, bereits am Mittwochabend nach Nordenham ins Butjadinger Land. Gleich am Donnerstag stand die Vorfahrt über 16 km vom Sportboothafen Nordenham zum Hafen in Brake auf dem Programm. Bei 30°C ging es die 16 km am Stück mit dem Gezeitenstrom die Weser aufwärts. Hubert mit dem von „Kanusport-Freunde e.V. Bremen“ freundlicherweise ausgeliehenen Seekajak „Wustrow“; Peter, Jochen und Michael mit dem Kölner Ruderboot „Rheinmädel“ (Zweier mit Steuermann). Nach dem obligatorischen Fischimbiss im Hafen ging es mit dem Ebbstrom wieder 16 km zurück. Freitag, frei, bzw. Kulturtag. In Bremerhaven bekamen wir im Deutschen Auswandererhaus eine sehr kompetente Führung durchs Museum mit 300 Jahre Ein- und Auswanderer-Geschichte.

Samstag, 2. Juni 2018. Es wurde ernst, 44 km auf dem Rollsitz bzw. im Seekajak. Es regnete zeitweise wie aus Kübeln. Dazu Musik aus dem Lautsprecher - eine Seefahrerschnulze zum Abschied vor großer Fahrt. Mit den 389 anderen Booten ging es los. Kaum waren wir auf dem Wasser, hörte der Regen auf. Erst noch windig, später leichter Rückenwind, was zum Tidenstrom Geschwindigkeiten im Seekajak von über 10 km/h brachte. Die Ruderer waren noch schneller unterwegs und kamen nach 4 Stunden und 20 Minuten ans Ziel und Hubert schaffte die Strecke in 5 Stunden. So war unser gesamtes Team heil am Goldziel beim TURA Bremen an der Lesum angekommen. Mit einem leckeren Fischessen im Butjadinger Hof verabschiedeten wir uns dann.

Am Sonntag, Ferienende, ging es wieder zurück nach Köln und München und niemand bereute die weite Anreise. War es doch ein ganz besonderes Erlebnis mit kleinen handbetriebenen Booten eine große Schifffahrtsstraße flussaufwärts zu befahren. Und nicht zuletzt war es wieder einmal eine gelungene Kooperation zwischen dem Kölner RV 1877 und dem Freien Wassersport München.

13. Oktober 2017 | Marathon in Český Krumlov


Belassen wir die antike Sage, der zufolge ein Läufer die 40 km von Marathon nach Athen gelaufen sei um den Sieg über die Perser zu verkünden und daraufhin tot zusammengebrochen sei, im Reich der Legende. Halten wir fest, dass alle fünf Starter des FWM beim 15. Krumlovský vodácký maraton, dem Wassersportmarathon in Böhmisch Krumau im Oktober 2017 wohlbehalten und zufrieden im Ziel angekommen sind. Auf unserer Strecke von Vyšší Brod am Fuße der Staumauer des Stausees Lipno II bis in die Stadt Krumau waren auf der Vltava (Moldau) 36 km zurückzulegen und 9 Wehre zu überwinden.
 
Unsere Startklassen im Einer Kayak und Zweier Canadier waren mehr breitensportlich besetzt. Im Ziel haben wir uns etwas nach dem Feld wiedergefunden, jedoch deutlich vor den Nachzüglern, und wir waren zufrieden, dass wir alle uns gegenüber den Vorjahren verbessert haben. Die Bedingungen waren hervorragend, wir hatten flotte Strömung, es war windstill, anfangs bedeckt und kühl und später hob die milde Herbstsonne die Stimmung. Großer Dank an die Ausrichter und Unterstützer für die professionelle, sicherheitsbewusste und gastfreundliche Organisation!
 
Dem Reiz der Weltkulturerbestadt Krumau konnten und wollten wir uns nicht entziehen. Am Vorabend des Rennens sind wir durch die romantisch beleuchtete Altstadt spaziert und haben noch etwas Lifemusik von einem Trio, das die urige kleine Altstadtkneipe zum Kochen brachte, gehört. Am Morgen der Abreise gab es noch auf einem der besten Aussichtspunkte in der Stadt mit Moldaublick zu beiden Seiten einen Abschiedskaffee, mit dem unser Abenteuer abgeschlossen wurde.